Pfarrerliste

Die Kirchengemeinde Langenfeld blickt auf eine lange Tradition evangelischer Pfarrer zurück.

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1538 - 1557 Johann Georgi/Georgius, genannt Kotzauer
Aus Hof, gestorben vermutlich 1557 in Langenfeld. Studiert in Wittenberg, ab 1529 in Kaubenheim. Mit ihm beginnen die pfarramtlichen Aufzeichnungen in Langenfeld

1558 - 1573 Georg Neck  1573 - 1593 Georg Bauer Stammt aus Lauf. Ist vorher in Langenzenn (ab 1566) 3. Kaplan und wird wegen „Unfleiß und Widersetzlichkeit“ entlassen. 1569 Herrnneuses, ab 1573 Langenfeld, weitere Stationen unbekannt; Heirat 1567

1593 - 1600 Johann Götz (Gothus) Stammt aus Friesenhausen, ordiniert 1584 in Altdorf, ist vor Langenfeld (ab 1585) in Möhrendorf. 

1600 - 1607 Johann Hartung II Geboren 4.2.1572 in Ullstadt. 1595 ordiniert in Altdorf, 1593 Kaplan in Wilhermsdorf, 1596 Ezelheim, 1600 Langenfeld, 1607 – 1623 Ullstadt. Weitere Stationen unbekannt. Heiratet 1595 in Dinkelsbühl eine Bürgerstochter, mindestens zwei Söhne. Sein Vater: Johann Hartung I., aus Nürnberg stammend, tritt 1567 seinen Dienst in Ullstadt an und dankt 1607 zugunsten seines Sohnes ab. 1611 wird er am Ostermontag nach 40jähriger Pfarrtätigkeit beerdigt. 

1607 - 1620 Johann Zuber Kommt aus Kronach. Gestorben 1634 in Wilhermsdorf. Ordiniert 1594 in Altdorf, ist anschließend ein Jahr Kaplan in Wilhermsdorf, 1595 Herrnneuses, 1607 Langenfeld, 1620 Altenschönbach. Er ist verheiratet und hat mindestens einen Sohn.

1620 - 1632 Elias Egerer Getauft 1600 in Windsheim, studiert 1611 in Jena. Weitere Stationen unbekannt. Er heiratet 1620 in Langenfeld Barbara Vogt, Klosterbereiterstochter aus Rothenburg.

1632 -1633 Georg Müller (Myl) Getauft 1598 in Windsheim. Gestorben 1633 in Langenfeld. Sein Vater ist der Sattler Georg Müller. 1626 in Altdorf ordiniert und im gleichen Jahr 2. Pfarrer in Wilhermsdorf. Er heiratet 1627 in Windsheim die Kürschnerstochter Ursula Johann. Beide haben mindestens zwei Kinder. 

1633 - 1643 Konrad Neubauer Geboren 1602 in Pegnitz, gestorben 1658 in Baudenbach. Viele Pfarrstationen u.a. Oberhöchstädt (ab 1627), Emskirchen (1627), ab 1634 auch Münchsteinach, 1643 Baudenbach, 1644 auch Schornweisach, bis 1651 auch Gutenstetten, Schornweisach, Oberlaimbach. Er heiratet 1641 (eventuell als 2. Frau) Ursula Hurscha aus Neustadt. Hinweis: der 30jährige Krieg (1618-1648) brachte auch über unsere Heimat viel Leid. Daher erklären sich die vielen Pfarrstellen, die Pfarrer Neubauer gleichzeitig betreuen mußte. 

1643 - 1644 Georg Fink Getauft 1614 in St. Sebald in Nürnberg. Gestorben 1662 in Nenzenheim. Studiert 1636 in Jena, 1643 Sugenheim, ab 1645 bis zu seinem Tod Pfarrer in Nenzenheim.

1644 - 1645 Georg Paul Hofmann Geboren 1620 in Lauf. Gestorben 1683 in Uehlfeld. Studium in Altdorf (1636), Leipzig (1643) und Straßburg (1644). 1644 Langenfeld, wechselt 1665 nach Unterlaimbach, 1675 Uehlfeld. Sein Vater ist Schneider von Beruf. Verheiratet ist er mit Anna Seelmann aus Windsheim, die 1694 stirbt und vier Kinder hinterläßt. 

1665 - 1681 Magister Johann Benedikt Mauricius Geboren 1636 in Hersbruck. Gestorben 1687 in Bruck. Studium in Altdorf, Jena (1656), Tübingen (1660), Altdorf (ordiniert 1665). Er wechselt von Langenfeld 1681 nach Bruck, wo er sechs Jahre später stirbt.

1681 - 1687 Johann Valentin Schulz Geboren 1648 in Weißenburg. Gestorben 1724 in Ansbach. Er studiert in Altdorf (1667) und in Straßburg (1673), wird 1677 Rektor in Weißenburg, dann Wechsel nach Langenfeld. Weitere Stationen: Wülzburg (1687), Obernzenn, Deutenheim; sein Vater ist der Torwart Valentin Schulz. 

1687 – 1727  Philipp Andreas Schübel Studiert ab 1675 in Altdorf. Ist Pfarrer in Herrnneuses, 1687 Amtsantritt in Langenfeld, wo er womöglich im Amt stirbt. Verheiratet mit der Kantorstochter Apollonia Oswald aus Langenzenn. Mindestens ein Sohn 1728 - 1734 Johann Christian Berger Geboren in Altenburg, gestorben

1734 1734 - 1740 Johann Leonhard Amthor Geboren in Marktbreit, Neustadt oder Langenfeld. Gestorben 1740 in Langenfeld. Beginnt 1722 Studium in Altdorf. Sein Vater ist der Nagelschmied Johann Michael Amtor aus Marktbreit. Er heiratet 1734 in Markbreit die Pfarrerstochter Katharina Marta Reiz aus Marktbreit. Vermutlich die Schwester seines Amtsnachfolgers. Deren Sohn: Magister Andreas Martin Amthor, geboren 20.4.1734 in Langenfeld, gestorben 1786 in Burghaslach; studiert in Erlangen (ab 1758), Altdorf (1759) und Wittenberg (1769), wird 1770 Magister und arbeitet danach als Hauslehrer in Roßtal, Marktbreit, Vogtland, Wittenberg, Remmlingen und Castell. 1774 wird er Pfarrer in Oberaltertheim, wechselt 1781 nach Burghaslach. 

1741 - 1764 Georg Friedrich Reitz Geboren 1717 in Marktbreit, begraben 1771 in Markbreit. Er studiert in Wittenberg, Altdorf (1734) und wird 1741 in Rothenburg ordiniert. Langenfeld ist also seine erste Pfarrstelle. Von hier aus wechselt er nach Marktbreit.Sein Vater ist der Magister Johann Adam Leonhard Reitz, der 1680 in Unterlaimbach geboren wird (gestorben 1753 in Markbreit), der Großvater Justus (geboren 1633) ist ebenfalls Pfarrer, genauso wie Georg Friedrich Brüder und ein Neffe. „Klarmann“ nennt den Vater „einen Mann von tiefer Gelehrsamkeit, auch kaiserlich gekrönter Dichter“

1764 - 1801 Christian Gottlieb Link Geboren in Altdorf, gestorben 1801 in Langenfeld. Er wird 1764 in Altdorf immatrikuliert und dort 1764 ordiniert. Er verbringt offensichtlich sein ganzes Berufsleben in Langenfeld. Sein Vater ist der Altdorfer Professor Georg Heinricht Link.  1801 - 1808 Johann Friedrich Krafft Geboren 1763 in Neustadt, gestorben 13.3.1808 in Langenfeld. 1783 immatrikuliert in Erlangen, ordiniert 1798 in Bayreuth. 1798 wird er zum Verwalter in Dachsbach bestellt. 1801 Verwalter in Langenfeld, ab 1803 Pfarrer.

1801 - 1808 Johann Friedrich Krafft Geboren 1763 in Neustadt, gestorben 13.3.1808 in Langenfeld. 1783 immatrikuliert in Erlangen, ordiniert 1798 in Bayreuth. 1798 wird er zum Verwalter in Dachsbach bestellt. 1801 Verwalter in Langenfeld, ab 1803 Pfarrer.

1808 - 1827 Albrecht Ludwig Goes (auch Göß)
Geboren 1776 in Dietenhofen, gestorben 1846 in Baudenbach. 1827 wechselt er nach Baudenbach und stirbt 70jährig. Fünf Kinder. Einer davon ist der Langenfelder Lehrer Albrecht Goes, der von 1846 – 1878 hier unterrichtet. 

1828 - 1845 Johann Wilhelm Braune Lokalschulinspektor, vermutlich Sohn des Ullstädter Pfarrers Johann Julius August Braune, der dort von 1789 bis 1829 amtierte.

1845 - 1853 Theodor Rhau 

1854 - 1859 Theodor Ageron 

1859 - 1906 Theodor Brügel Macht seinen Namen alle Ehre – laut Zeitzeugen. Gedenkstein am Friedhof

1906 - 1928 Siegfried Köberlin Dorfchronist. Verfasser zweier Bücher über Langenfeld und Umgebung.

1928 - 1960 Wilhelm Scheuerpflug 

1960 - 1969 Karl-Heinz Schreiber 

1970 - 1981 Walter Kosok Unter seiner Führung fand der Neubau der Kirche und des Kindergartens statt.

1981 – 1990 Jürgen Plessing 

1990 -2000 Wilhelm Distler 

2001 - 2010 Michael Jacobsen 

2011 - 2018 Manfred Lehnert  

1. August 2019 bis 18.12.2019 (verstorben) Gottfried Schlee

Seit August 2020 werden die Kirchengemeinden Langenfeld und Ullstadt vom Pfarrersehepaar Sprügel aus Unternesselbach begleitet.

 


Quellen: Ritterschaftliches Pfarrbuch Franken und Köberlin -Chronik 1908

 

 

 

 

 

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